Internationale Jugendbegegnungen

Die Volkstanzgruppe des Schwäbischen Albvereins führt seit 1989 internationale Jugendbegegnungen durch. Zunächst war es nur die Anfrage einer ungarischen Gruppe, den Hahnentanz zu besuchen. Im folgenden Jahr wurde die Volkstanzgruppe zum Gegenbesuch dann nach Ungarn eingeladen. So hat sich die Begegnung mit den Menschen aus anderen Ländern, das Kennen lernen der Kultur, die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten zu einem festen Bestandteil der Arbeit der Volkstanzgruppe Süßen herauskristallisiert. Seit dieser Zeit hatte die Volkstanzgruppe Gäste aus aller Welt.
Die einmal jährlich durchgeführten Reisen ins Ausland geben einen Einblick in das Kulturgut fremder Länder und fördern so Toleranz und Rücksichtnahme gegenüber anderen Menschen und verbreiten gleichzeitig unsere überlieferte Tanz- und Liedkultur.

 

Gäste in Süßen

Auslandsreise

1989

Ungarn

 

1990

DDR

Ungarn

1991

Slovenien

 

1992

Ungarn

Rumänien

1993

Litauen

Schweden

1994

Schweden

Ungarn

1995

Schweiz

Litauen

1996

Togo

Ukraine

1997

Schweden, Ungarn

Brasilien

1998

Spanien

Spanien, Portugal

1999

Lettland

Schweden

2000

Bulgarien

Spanien, Ungarn

2001

Italien

Peru

2002

Spanien

Lettland

2003

Niederlande, Ecuador

Belgien

2004

Argentinien, Polen, Belgien, Lettland

Mexico

2005

Kuba, Litauen, Südafrika, Ungarn

Spanien (Jugendtanzgruppe)

2006

Schweiz

 

2007

Spanien

Schweiz, Sardinien

2008

Slowakei, Benin

Kanada

2009

Peru, Kroatien

Schweiz

2010

Lettland, Ungarn

 

2011

Tschechien, Indonesien

Lettland

2012

Spanien, Ungarn

Niederlande

2013

Serbien, Slowakei

Ungarn

2014

Baskenland, Mexiko

Ungarn, Slowakei

2015

Schweden, Kolumbien

Schweden

2016

Weißrussland, Sizilien

Polen

2017

Bolivien, Tschechien, Belgien

Belgien

2001 Tanzgruppe Gergent/Italien zu Gast in Süßen

 

2001 Volkstanzgruppe Süßen zu Gast in Peru
Südamerika – Auf den Spuren der Inkas

Volkstanzgruppe Süßen auf Südamerikareise zum Folklorefestival der Universität Trujillo/Peru.
Wie jedes Jahr, seit über 10 Jahren, begab sich die Volkstanzgruppe Süßen im Sommer 2001 zu einem Tanz-Festival ins Ausland. Dieses mal sollte die Reise über den großen Teich gehen: zum 11. Festival Internacional de Danzas Folkloricas de Grupos Universitarios in Trujillo / Peru.
Nach 13-stündigem Flug landete die 30 köpfige Gruppe -bestehend aus Tänzern, Musikern und Fahnenschwingern- in der Hauptstadt Lima. Nach einer erholsamen Nacht im Hotel, brach die Gruppe am nächsten Morgen zu einer Stadtrundfahrt durch die 7-Millionen-Einwohner Stadt auf. Dank einer erfahrenen Reiseleiterin konnte viel über die Geschichte Perus, die Entstehung und die Entwicklung der Stadt erfahren werden.
Am darauffolgenden Tag ging die Reise Richtung Norden weiter, nach Trujillo, die zweitgrößte Stadt Perus, wo das Festival statt fand. Außer Deutschland waren Tanzgruppen aus Costa Rica, Argentinien, Ecuador, Schottland, Italien, Ukraine, und den Philipinen vertreten.
Die Unterkunft in einem Hotel war einfach, aber akzeptabel, außerdem direkt am Meer gelegen. Es ließ sich kaum jemand nehmen, im 15°C warmen bzw. kalten Pazifik zu baden. Aber die Volkstanzgruppe war ja nicht auf Badeurlaub, sondern sie hat es sich seit über 10 Jahren zur Aufgabe gemacht, schwäbisches Kulturgut in Form von Tanz, Musik und Gesang zu erhalten und in fremde Länder mit anderen Kulturen zu tragen. Dazu gab es genug Gelegenheit: Jeden Abend fand im „Colloseo de Trujillo“ (eine Art Stadion mit 4000 Sitzplätzen) 30 minütige Auftritte der verschiedenen Nationen statt. Dank eines vielseitiges Programms konnte fast jeden Abend verschiedenes Tanz- und Liedgut aus Schwaben und auch aus anderen Teilen Deutschlands vorgetragen werden. Der Schwerttanz rief große Begeisterung im Publikum hervor, ebenso der Bändertanz oder der Krüzkönig.
Die Deutschen waren nicht weniger von den südamerikanischen Gruppen beeindruckt, deren ganzer Stolz und deren Temperament im Tanz zum Ausdruck kommt.
Nach den Auftritten gab es genug Gelegenheiten mit den anderen Gruppen in Kontakt zu kommen, oftmals wurde bis spät in die Nacht gefeiert und getanzt – natürlich zu heißen, lateinamerikanischen Rhythmen.
An den Nachmittagen blieb genug Zeit um die Gegend zu besichtigen. Darunter die Ausgrabungsstätte „Chan Chan“ (1000 n. Chr.), die einst größte Lehmziegel Stadt der Welt, oder die Tempelanlage „Las Huacas del Sol y de la Luna“ (Tempel der Sonne und des Mondes, 700 v.Chr.). Beide Stätten wurden von einstigen Hochkulturen erbaut.
Nach einer Woche neigte sich das Festival dem Ende zu, zum Abschluss nahmen alle Tanzgruppen an einer großen Parade durch die ganze Stadt teil. Für die Volkstanzgruppe Süßen war es ein gelungener Auslandaufenthalt.
Im Anschluss an das Festival begab sich die VT-Gruppe auf die Spuren der Inkas. Von Lima ausgehend wurde noch eine Woche lang das Land und dessen bekannteste Sehenswürdigkeiten besucht, angefangen auf dem Hochplateau, dem Altiplano, nach Puno, am Titcaca-See, auf 4000 Meter Höhe und weiter nach Cusco, der ehemaligen Hauptstadt der Inkas und als krönender Abschluss zur atemberaubenden Ruinenstadt Machu Picchu, einer wohl heiligen Stätte der Inkas inmitten hoher Berge im Dschungel.

Reisebericht Ute Mayer

Alle teilnehmenden Gruppen beim Festival:
Argentinien, Costa Rica, Deutschland, Ecuador, Italien, Peru, Philipinen, Schottland

Vor der Freiheitsstatue, Plaza de Armas

Nach dem Festzug

Geschenkübergabe vor dem Festzug



Vor der Freiheitsstatue, Plaza de Armas


Heilige Ruinenstadt der Inkas Machu Picchu

 

 

2002 Lettlandreise

Die internationale Begegnung der Volkstanzgruppe führte in diesem Jahr nach Lettland. Nach 30-stündiger Busfahrt durch Polen und Litauen erreichte man am Donnerstagnachmittag Riga, von dort aus ging es dann ins ca. 75 km entfernte, südwestlich von Riga gelegene Dobele. Die Fahrt dorthin führte durch ausgedehnte Wälder, große Ackerlandschaften, aber auch durch Feuchtgebiete, in denen besonders viele Störche unterwegs waren. Das Quartier, etwas außerhalb der Ortschaft gelegen, hatte einen eigenen Badesee und Sauna. Hier wurden wir mit einem Abendessen im Freien von der dortigen Tanzgruppe begrüßt und konnten bereits die ersten Kontakte knüpfen.
Für den nächsten Tag stand eine Erkundungsfahrt in die nähere Umgebung auf dem Programm. Zuerst besichtigten wir einige Sehenswürdigkeiten der Stadt Dobele (etwa so groß wie Süßen) und fuhren anschließend in den nahegelegenen Landschaftspark Tervete, in dem wir das völkerkundliche Museum besichtigten und den Aussichtsturm erstürmten. In dem einzigartigen Park der alten Kiefern haben einige Bäume ein Alter von fast 300 Jahren erreicht, viele von ihnen sind über 40 Meter hoch. Nach einer kurzen Mittagsrast wurde auf der Bühne des Naturparks eine kurze Probe für den abendlichen Auftritt eingelegt. Die Weiterfahrt führte uns zum Schloss nach Auce, das heute als agrarwissenschaftliches Institut genutzt wird. Einige Räumlichkeiten können auch für Festveranstaltungen gemietet werden. In Auce selbst fand dann ein 1½ stündiger Auftritt für die dortige Bevölkerung statt. In der Dorfwirtschaft erhielten wir ein typisch lettisches Abendessen. Doch der Abend war noch lange nicht vorüber, im Quartier angekommen, wurden wir von den Mitgliedern des Tanzkollektivs Dobele erwartet. Das ganze Gelände war mit Kerzen erhellt, die Tische übervoll mit Köstlichkeiten, Fleisch und Hähnchenteile frisch vom Grill wurden angeboten, dazu reichlich Willkommensgetränke. Beim gemeinsamen Tanzen und bei Spielen aller Art kam man sich auch ohne lettische Sprachkenntnisse näher. Als es dann hieß, die Sauna ist angeheizt, konnte jeder der Lust hatte einen oder mehrere Saunadurchgänge machen und sich anschließend im See erfrischen.
Am Samstagmorgen standen alle in Festtagstracht bereit, für den Auftritt vor dem Dom in Riga beim dortigen Folklorefest. Besonderen Beifall erhielten wir für den Bändertanz und Schwerttanz. Nach einem Kurzaufenthalt an der Daugava, ging die Fahrt mit einigen Kurzaufenthalten zum Schloss nach Auce, wo wir Gelegenheit hatten, eine lettische Hochzeit mitzuerleben. Zu später Stunde, packten wir noch die Fackeln aus und tanzten den Schwarzerdener mit Fackeln. Kurz vor dem Schlafen nahmen einige noch ein Bad im nahegelegenen See. Nach einem reichlichen Frühstück, das sich bis in den Nachmittag hinzog, hatten alle nochmals Gelegenheit ausgiebig zu tanzen. Der restliche Tag wurde noch zum Baden, Bootfahren, Ausruhen und Lesen genutzt.
Da das Wetter in Lettland außergewöhnlich warm war, fuhren wir am Montag mit einigen Mitgliedern des Tanzkollektivs Dobele zuerst nach Riga zur Stadtbesichtigung und anschließend nach Jürmala an den sich kilometerweit hinziehenden Sandstrand der Ostseeküste zum Schwimmen, Beach Volleyball spielen oder einfach nur zum Sonnenbaden. Abends fand dann noch ein Abschiedsabend mit heimischem Essen statt. Gastgeschenke wurden ausgetauscht und die nächsten Kontaktmöglichkeiten besprochen.
Am Dienstagmorgen musste alles wieder verpackt werden und dann hieß es Abschiednehmen. Nun stand „nur“ noch die Busreise zurück nach Deutschland an. Nach weiteren 30 Stunden trafen wir am Mittwochabend wieder wohlbehalten in Süßen ein, wo wir von einem Empfangskomitee herzlich begrüßt wurden.

 

2008 Kanadareise Folklorama Festival in Winnipeg

Ihre 16. Auslandsreise führte die Volkstanzgruppe des Schwäbischen Albvereins Süßen nach Winnipeg/Kanada auf Einladung der dortigen „Deutschen Vereinigung“. Die Gastgeber bemühten sich sehr um ihre deutschen Gäste, die sowohl privat als auch im Motel untergebracht waren. Bei Besuchen in den Familien konnten die Schwaben das Leben der deutschstämmigen Kanadier kennen lernen.
Die Volkstanzgruppe hatte nun jeden Abend mehrere Auftritte bei der „Folklorama“, im baden-württembergischen Pavillon zu absolvieren. Die „Folklorama“ in Winnipeg ist ein großes Folklorefestival, das über zwei Wochen in verschiedenen Länder-Pavillons in der ganzen Stadt von allen in Kanada lebenden Einwanderergruppen veranstaltet wird. Geboten wurde von der Volkstänzern und der Volkstanzmusik Süßen ein vielfältiges Programm mit schwäbischen Tänzen, Liedern, der dazugehörenden authentischen Musik und der alten Kunst des Fahnenschwingens – mit diesen Darbietungen repräsentierte die Volkstanzgruppe Süßen das Land Baden-Württemberg mit seiner Volkskultur.
Das zahlreiche Publikum zeigte sich begeistert von den Aufführungen der Süßener und es kam zu vielen Kontakten mit den Zuschauern nach den Präsentationen.
Zur großen Überraschung aller stellte sich eine ältere Dame vor, die einst aus Süßen nach Kanada auswanderte – Frau Hildegard Rieger freute sich sehr, junge Menschen aus ihrer alten Heimat zu sehen und sie richtete viele Grüße an ihre ehemaligen Schulkameraden aus.
Funk und Fernsehen berichteten ausführlich über die Darbietungen der Volkstanzgruppe Süßen, die auch zu Gast im Studio war und sich beim Frühstücksfernsehen vorstellte.
Die Tage vor und während des Festivals wurden genutzt, um Winnipeg und die Umgebung kennen zu lernen. Die unendliche Weite des Landes mit riesigen Seen und Wäldern haben besonders beeindruckt, aber auch die Stadt Winnipeg selbst.
Nach Beendigung des Festivals war noch Gelegenheit, vor dem Abflug einige Tage in Toronto zu verbringen. Natürlich durfte eine Fahrt zu den Niagarafällen nicht fehlen. Die Stadt selbst imponiert mit ihrer Skyline, dem Hafen und vielen riesigen Geschäften. Zum Abschluss verbrachte die Gruppe den letzten Abend auf dem CN-Tower, dem höchsten freistehenden Turm der Welt, und alle genossen den Sonnenuntergang und das Lichtermeer der Stadt. Etwas erschöpft, aber voller vieler neuer Eindrücke kehrten alle wohlbehalten wieder nach Süßen zurück.
 

Kanada Gruppe deutscher Pavillion

Gruppe mit Frau Rieger in der Mitte nach dem Auftritt im deutschen Pavillon

Kanada Fernsehen

Beim Fernsehauftritt im Studio werden die Trachten vorgestellt

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